zu den Titelbildern:  Elvira Herff

in der Mitte der "kleinen Runde" des Fördervereins Kölner Rheinpark im März 2017:
mit unserem 2. Vorsitzenden Michael Eppenich, dem Schatzmeister Markus Draeger, Pressesprecher Stefan Palm und dem Geschäftsführer Gerhard Böckmann.

 

... und in der Runde einiger ihrer (ehemaligen) Chefs beim ihrem 40 jährigen Dienstjubiläum 2011.  Vier (von insgesamt 8) Grünflächenamtsleitern (v.l.n.r. Werner Adams, Manfred Kaune, Michael Eppenich und Peter Strunden (gest.Oktober 2018) und der ehemalige Oberbürgermeister Fritz Schramma (2.v.r.)).
 

Bilder können unten auf der Seite vergrößert werden.
 

Kurz nach Antritt einer Kur in Nordeutschland im September erlitt Elvira Herff einen Kreislaufzusammenbruch,  von dem sie sich zunächst etwas erholt hatte, nach dem aber eine Operation am Herzen notwendig war.

 

Schweren Herzens aber zuversichtlich entschloss sie sich zu dieser Operation. Aus der Narkose wachte sie leider nicht wieder auf.

 

Elvira Herff war Gründungsmitglied des Fördervereins und seither dort im Vorstand als Schriftführerin tätig. Daneben hat sie mit ihren originellen Ideen dem Verein immer wieder wertvolle Impulse gegeben und mit ihrem Einsatz die Menschen in ihrem Umfeld über die Grenzen des Vereins hinaus motiviert, sich für den Förderverein bzw. für den Kölner Rheinpark zu engagieren.

 

Beruflich war Elvira Herff fast 46 Jahre im Vorzimmer des Grünflächenamtes, das wie ihr aktueller Chef und Leiter des Grünflächenamtes Manfred Kaune schrieb "ohne Frau Herff kaum vorstellbar ist". Sie stand kurz vor ihrer Rente und für die Zeit nach ihrem Arbeitsleben hatte sie bereits viele Pläne auch mit und für den Förderverein. 

 

Sie wird uns sehr fehlen, wir vermissen sie als Mitglied im Verein, im Vorstand, als Kollegin, Freundin und Mensch und sind dankbar für die Zeit, die wir miteinander hatten.

 

Wir sind sehr traurig.

 

Unsere Gedanken sind bei Ihrer Familie.

 

Für den Vorstand in Köln im Oktober 2017

 

Jürgen Roters -  Michael Eppenich - Gerhard Böckmann

Persönlicher Nachruf des Webmasters, Freundin und Kollegin

 

Für Elvira

 

Traurig, entsetzt und bestürzt, dass Elvira nicht mehr da ist! Ich kann es - wie viele ihrer Freunde und Bekannten kaum fassen und muss es doch.

Elvira hinterlässt in vielerlei Hinsicht eine riesige Lücke, die nicht geschlossen werden kann. Alles wird weitergehen, aber irgendwie anders.

Sie hat viel Farbe und dass nicht nur mit ihren Gewändern in unser Leben gebracht. Die Gänge im Stadthaus sind trist grau - Sie hat sie belebt und bunt gemacht durch ihre Anwesenheit - es wird etwas farbloser werden.
Mit ihrer Art und ihrem angeborenem Talent zur Komik hat sie bei vielen Gelegenheiten immer wieder für lachende Kollegen - Gesichter gesorgt.

Nicht nur bei Karneval- oder Weihnachtsfeiern, die sie im Grünflächenamt vor mehr als 20 Jahren ins Leben gerufen hatte und die sie organisierte und moderierte. In den letzten zwei Jahren war ihr das,  wie Vieles andere auch, etwas schwer geworden.

Daran - das wissen wir erst jetzt so richtig, wird ihre Krankheit wohl nicht unerheblich dazu beigetragen haben. Letztlich muss man sagen, sie liebte ihr Arbeitsleben so sehr, dass sie in den letzten zwei Jahren, trotzdem sie erheblich durch ihre Herzkrankheit geschwächt und eingeschränkt war, doch immer wieder den Weg in Vorzimmer nahm, um ihrer Arbeit nachzugehen.

Ab und zu kam sie in die unteren Etagen und hat dann "Dönekens" aus der "Beletage" - so hieß früher die oberste - einzig mit Teppich ausgelegte Etage - der Chefs - erzählt.  Es war dann immer ein großer Genuss ihr zuzuhören. Dabei waren es oft fast weniger die Inhalte, nein die Art, wie sie die Geschichten erzählte, war einfach urkomisch.

Situationen aus dem Vorzimmer, wie sie Kollegen parodierte oder auch einfach nur aus ihrem eigenen Leben erzählte, meist sketchreif – wie oft habe ihr gesagt, Elvira, das musst du genau so aufschreiben ... es eignet sich für die nächste Feier.

Sie konnte Menschen motivieren und mitreißen, viele Kolleginnen und Kollegen, denen dieses schauspielende Talent eher weniger lag, wurden durch sie motiviert aufzutreten, in Sketchen mitzuspielen, Weihnachtstänze einzuüben oder auch einfach mitzuhelfen, wenn sie etwas organisierte.
 
Im Grünflächenamt und darüber hinaus haben viele ihre eigene Geschichte mit ihr und Erinnerungen an sie - schon weil sie 46 Jahre im Amt und ich glaube 43 Jahre im Vorzimmer des Chefs  gesessen hatte.

Neben einer Vielzahl von Menschen, die hier begegneten und von denen viele bereits im Ruhestand sind, erlebte sie in Ihrer Amtszeit acht sehr unterschiedliche Grünflächenamtsleiter und 5 Oberbürgermeister 1 Ob `in.
Sah man Elvira zum ersten Mal - für viele war das beim Vorstellungsgespräch bereits der Fall, fiel sie schon auf durch Präsenz und die Ähnlichkeit mit Trude Herr.  Diesen Vergleich hörte sie nicht sehr gerne - fand sich aber damit ab.
 
Ich glaube, sie hatte viel mit dieser Künstlerin gemeinsam - nicht nur optisch. Wie Trude Herr hatte auch Elvira ihre depressiven etwas dunkleren Seiten, die sich hier wie da in Streitigkeiten äußerten.

Wie ich es auch von Trude Herr gehört habe, hatten es auch die Menschen in Elviras näherer Umgebung oft nicht leicht mit ihr. Sofern ich es nicht gerade selber war, die wieder einmal in Ungnade gefallen war, versuchte ich zu vermitteln, was mir nicht immer gelang.

Aber hierzu möchte von unserem letzten Gespräch erzählen, am Freitag vor ihrem Tod, da sprachen wir nicht mehr über die bevorstehende OP, das ging ihr zu nahe - wir sprachen über Zeit danach, über die Zukunft.

Darin hat sie mir bedeutet, dass ihr Vieles aus der letzten Vergangenheit ihr sehr leid tut und sie nach ihrer Gesundung gerne wieder für eine kürzere Zeit in den Dienst zurückkehren wollte, um dann als gesunder Mensch ihre Rente einzureichen. Aber auch und vor allem, um sich bei einer Feier versöhnlich von den Kollegen und Kolleginnen zu verabschieden.
 
Sie wollte sich von allen Kollegen und Kolleginnen - nicht nur im kleinen Kreis - verabschieden. Und ich bin sicher, sie meinte damit wirklich alle.

Dazu ist es nun leider nicht mehr gekommen, ich hätte sie gern bei der Organisation unterstützt.

 

Liebe Elvira, falls ich Dich auf irgendeinem Weg jetzt noch erreichen kann: es ist sehr traurig, dass Du so plötzlich, nachdem wir eigentlich wieder hoffen konnten,  von gegangen bist.

Weder Du, noch wir hatten zu dem Zeitpunkt damit mehr gerechnet, wir hatten gehofft, nachdem Du aus dem Koma wieder aufgewacht bist, dass du auch die OP, die dich wieder gesund machen sollte, gut überstehen könntest - dazu fehlten offensichtlich die Kräfte.

Bald schon - gemessen an der Ewigkeit - sind wir wieder zusammen, du bist nur vorausgegangen. Für mich eine ärgerliche wie auch tröstliche Vorstellung.

Aber in der Zeit bis dahin werde ich Dich hier vermissen als Freundin, als Mensch, als Kollegin und liebevoller Erinnerung im Herzen behalten.

Du wolltest auf der nächsten Weihnachtsfeier – der letzten für Dich vor der Rente  - für uns noch einmal Trude Herr spielen und hattest auch schon Texte Dir besorgt:  Niemals geht man so ganz. Wie treffend.    

                                                                                 
Du fehlst ! Aber Danke, dass Du da warst und wir ein Stückchen miteinander gehen konnten.

 

Angelika Schmitten

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Förderverein Kölner Rheinpark e.V. , Köln