Vom Rheinpark zum Schlosspark

Parkjuwelen am Rhein -
mit dem Rad vom Deutzer Rheinpark nach Stammheim zum Schlosspark.

 

Die Naturstation Schlosspark Stammheim war am Samstag, dem 23.07. 2016 das Ziel der Radtour des FV Rheinpark. Unter der Führung des Geschäftsführers Gerd Böckmann machte sich eine Radlergruppe vom Mammutbaum im Rheinpark aus nach Norden auf. Vorbei an Mülheim erreichten die 12 Radler bei feuchtwarmem Wetter zügig das Ziel.

 

Manfred Hebborn, Leiter der Station erwartete mit dem Vorstandskollegen Günter Seiffert die neugierigen Radler.  Als großer Kenner der Fauna und Flora des Schlossparks ließ Manfred Hebborn den Park lebendig werden. Seine ruhigen, trotzdem von Begeisterung erfüllten Erklärungen, ließen die Bäume sprechen und die Vögel singen.

 

Der ergiebige Regen hielt die Gruppe nicht davon ab, die durch das Wasser noch leuchtenderen Farben zu genießen.  Farnblättrige Rotbuchen mit zwei verschiedenen Blättern, amerikanische Sumpfzypressen, Hemlock Tannen, Ahorne, Platanen, Tulpenbäume, Eichen,  ein wahres Arboretum mit vielen Naturdenkmalen, was vor fast 200 Jahren der Gartenbaumeister Max Weyhe im Auftrag des Grafen Egon von Fürstenberg angelegt hatte.

 

Seit 15 Jahren bereichern zusätzlich Kunstwerke unterschiedlichster Form, oft im Spiel mit den abgestorbenen Bäumen, den englischen Landschaftspark. Manfred Hebborn führte die Gruppe auch zum Domblick. Doch der war beim Regen im Dunst nur zu erahnen.


Nach der Führung hatten Mitglieder des Naturgartens: Frau Rossmann und Frau Decker,  Butterbrote geschmiert, die sich alle mit in der Naturstation geernteten und zu Gelee und Marmelade verarbeiteten Früchten belegten. Alle „futterten“ und immer wieder standen neue Butterbrotplatten auf dem Tisch. Frisch geernteten Honig vom Imker gab es auch. Köstlich.

 

Der Imker Dr. Oskar Rau unterhält auf dem Gelände eine Reihe von Bienenstöcken. In einem informativen, launischen Vortrag führte er in die Imkerei ein. Er erklärte, wie Honig und die 4 anderen Produkte der Bienen: Gelee Royal, Wachs, Propolis und Pollen entstehen und warum Bienen keinen Honig als Winternahrung bekommen dürfen.

 

Propolis - so Manfred Hebborn - täglich genommen, schützt vor Erkältungen. Es ist das natürliche Antibiotikum der Bienen. Seine Frau bot die Produkte an. Frau Schmitten vom Vorstand probierte auf der Stelle, um einer regenbedingten Erkältung vorzubeugen.

 

Beim Besuch der Bienenstöcke zeigten sich die Bienen abweisend - sie mögen Regen nicht. Dr. Rau konnte den Stock daher nicht ganz so demonstrieren, wie er es für uns geplant hatte.

 

Natürlich wurde beim Marmeladenbrotessen auch diskutiert. Die angedachte Klärwerkserweiterung in den Park, die Zukunft des runtergekommenen ehemaligen Altersheims der Bayer – Werke, des Ulrich -Haberland -Hauses, und die Weiterentwicklung der Naturstation. Alle waren sich einig, dass kein Quadratmeter Park für die Kläranlage geopfert werden darf und dass eine Nutzung für das Denkmal Haberlandhaus gefunden werden muss. Götz Bacher, ehemaliges Ratsmitglied und Vorstandsmitglied des Fördervereins, bedauerte, sich dafür jetzt nur noch informell einsetzen zu können, was er aber sicher mit Nachdruck und hoffentlich mit Erfolg tun wird.

 

Gerd Böckmann dankte im Namen der Gruppe für Führung, Vortrag und Bewirtung.

Alle klopften kräftig Beifall. 

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Fotos lassen sich durch Anklicken vergrößern.

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Förderverein Kölner Rheinpark e.V. , Köln