Zu den prägenden Gestaltungselementen des denkmalgeschützten Rheinparks gehören zahlreiche Skulpturen.
Es sind wertvolle Werke von bedeutenden europäischen Künstlern und stille, zeitgenössische Zeugen überwiegend von der Bundesgartenschau 1957.
Sie sind für den Park auch von essentieller Bedeutung als Teil der Landschaftsarchitektur, in der sich Kunst und Natur ergänzen und gemeinsam erlebt werden können.
Nicht nur klimatische und biologische Einwirkungen haben Spuren hinterlassen, sondern mit der stark gestiegenen Nutzungsintensität des Rheinparks sind die Skulpturen auch Ziel von erschreckendem
Vandalismus und Diebstahl geworden.
Eine Sicherung vor Ort ist, vor allem bei einem offenen Park, kaum wirksam möglich. Die gänzliche Entfernung wäre aber auch keine Option.
Daher sollen in Abstimmung mit den zuständigen Stellen der Stadtverwaltung von den wertvollen Originalen zu deren Schutz Repliken im gleichen Material als Bronzeguss anfertigen und an den
angestammten Orten im Park aufstellen.
Wir haben als Förderverein Kölner Rheinpark e.V. die Koordinierung, Abwicklung und Mitfinanzierung übernommen. Erste Nachgüsse konnten bereits aufgestellt werden.
Um von allen 13 Bronzeskulpturen sukzessive Repliken fertigen zu können, bedarf es weiterer Finanzmittel durch Spenden und Sponsoring als Beitrag zu den bereitgestellten städtischen Mitteln.
Haller hatte von 1898 bis 1902 Malerei studiert, unter anderem bei Franz von Stuck in München und Leopold von Kalckreuth in Stuttgart, wandte sich aber während eines Romaufenthalts 1903–1905 der Plastik zu. Aus einem Aufenthalt in Paris 1909–1915 folgten Einflüsse von Auguste Rodin und Aristide Maillol.
Gerhard Marcks (1889–1981).
Das 1938 angefertigte Gipsmodell Eva” wurde 1943 bei einem Bombenangriff, der das Berliner Atelier des Künstlers zerstörte, stark beschädigt und 1947 von ihm als Eva II” vollendet.
Kolbe hatte 1893/94 zunächst die Kunstgewerbeschule Dresden, Schwerpunkt Dekorationsmalerei, anschließend 1895/96 die Akademie-Zeichen-Schule in München besucht und 1897 vorübergehend ein eigenes Atelier in Schwabing betrieben. Nach Aufenthalten in Paris und Rom wechselte er 1900 unter Anleitung von Louis Tuaillon zur Bildhauerei. (Tuaillon schuf 1908–1911 die beiden Reiterdenkmäler Friedrichs III. und Wilhelms II. am linkrheinischen Brückenkopf der Hohenzollernbrücke.)
Harth hatte 1901–1903 bei seinem Vater Steindrucker gelernt, 1903–1906 eine Bildhauerlehre absolviert und die Kunstgewerbeschule in seiner Heimatstadt Mainz besucht, 1906-07 an der Akademie Karlsruhe studiert und war ab 1911 als angehender Architekt Schüler von Peter Behrens und Hermann Muthesius. Von 1917 an widmete er sich ausschließlich der Bildhauerei.
Behn hatte 1898–1900 an der Kunstakademie München studiert und erhielt dort nach einigen Auslandsaufenthalten 1925 eine Professur. 1934 reiste er auf Einladung Mussolinis nach Rom, und 1939 wurde er zum Direktor der Kunstakademie Wien ernannt, 1945 vom Dienst suspendiert unter Verlust seines Ateliers. Er gründete daraufhin eine Bildhauerschule in Tirol und kehrte erst 1951 nach München zurück.
Weiser befasste sich besonders mit Spiel- und Kommunikationsobjekten.
Das 1948 geschaffene erste Werkmodell wurde vom Künstler 1951/52 noch einmal überarbeitet und 1953 in einer Berliner Kunstgießerei fertig gestellt.
Sintenis war von 1929 bis zu ihrem Ausschluss durch die Nazis Mitglied der Preußischen Akademie der Künste. Sie gilt als eine bedeutende Bildhauerin des 20. Jahrhunderts, vornehmlich wegen ihrer einfühlsamen, die Natur des Tieres und seine psychische Verfasstheit verdeutlichenden Tierportraits (H. Fußbroich).
Sarda war promovierter Marine-Ingenieur und als Metallurge tätig. Ab 1953 beschäftigte er sich intensiv mit der Konstruktion von Kunstobjekten aus Stahl und Aluminium.
Den späteren Bronzeguss des vom Künstler 1913 geschaffenen Gipsmodells erwarb der Kunstverein für die Rheinlande und Westfalen 1956 vom Palais des Beaux Arts in Brüssel für die Kölner Gartenschau. Wouters war Bildhauer und Maler, hatte zunächst Holzschnitzerei bei seinem Vater gelernt, nach der Jahrhundertwende an den Kunstakademien Mecheln und Brüssel studiert und war ab 1912 in Paris tätig. Als Maler war er stark von James Ensor und Paul Cézanne beeinflusst.
Scheibe hatte von der Malerei zur Bildhauerei gefunden. Sein Thema war die anatomisch richtig proportionierte, in natürlichen Bewegungsabläufen wiedergegebene menschliche Gestalt.
Von der Vielzahl der Klangskulpturen, die sie für die Bundesgartenschau geschaffen hatten, ist nur diese eine noch im Rheinpark zu sehen. Wenn der Wind die vielarmige Mühle in Drehungen versetzte, brachte ein Klöppel die darunter aufgehängten Metalltäfelchen zum Klingen.
Der in Elberfeld geborene Bildhauer erhielt 1954 den Kulturpreis seiner Heimatstadt Wuppertal. Die Entstehungszeit dieser nach klassischen Motiven geschaffenen Skulptur ist ungewiss.
Ähnlich wie bei der Eva nahm Marcks mit der 1965 unter seiner Regie gegossenen Gaea das Motiv einer von ihm 1929 geschaffenen, im Krieg vernichteten Skulptur, Die Erde, wieder auf.
Je nach Blickrichtung auf das sich im Wind drehende Objekt ist ein stark abstrahiertes, wild tanzendes Paar zu erkennen.